Blog #6: SolarSolidar. Wie gespendeter Sonnenstrom bei armutsbetroffenen Haushalten ankommt – gemeinsam mit der Volkshilfe Wien.

Ein Himmel mit einer schemenhaften Darstellung einer Energiegemeinschaft in Stile von sonnnig.

Kurzfassung

SolarSolidar ist die Spenden-Energiegemeinschaft von sonnnig und der Volkshilfe Wien. Überschuss-Sonnenstrom aus ganz Österreich wird nicht am Markt verschleudert, sondern an Haushalte der Wiener Wohnungslosenhilfe verschenkt – gratis, direkt, und grün. Der Zugang ist bewusst barriere-arm gestaltet: einfache Sprache, einfache Diagramme, entwickelt gemeinsam mit der Independo GmbH. Die Volkshilfe bringt Nähe und Vertrauen, sonnnig die technische Abwicklung im Hintergrund. Gefördert von der Wirtschaftsagentur Wien.
0 €
zahlen die versorgten Haushalte für den gespendeten Sonnenstrom
100 %
Sonnenstrom aus Österreich, direkt weitergegeben
z. B. 30 %
des Überschusses lassen sich über den Teilnahmefaktor einbringen
ab 2027
steuerlich absetzbar für Unternehmen – Spendenbegünstigung beantragt

Überschuss auf der einen, Energiearmut auf der anderen Seite

Gerade im Sommer produzieren PV-Anlagen mehr, als vor Ort gebraucht wird. Der Überschuss fließt ans Netz und verpufft am Markt zu Tiefstpreisen. Gleichzeitig können sich viele Haushalte ihren Strom kaum leisten – Energiearmut ist real, und sie trifft besonders Menschen in der Wohnungslosenhilfe. SolarSolidar bringt beide Seiten zusammen: Wer Überschuss hat, spendet ihn. Wer ihn braucht, bekommt ihn – gratis, als direkten Sonnenstrom aus Österreich statt als abstrakte Geldspende.

So funktioniert SolarSolidar

Eine kWh, die sonst am Markt verpufft, wird zur kWh, die einen Haushalt versorgt. Das macht sie besonders wertvoll.
SolarSolidar ist eine Energiegemeinschaft: Erzeuger:innen aus ganz Österreich bringen einen Teil ihres Stroms ein, der über die Gemeinschaft an ausgewählte Haushalte weitergegeben wird. Die Volkshilfe Wien öffnet den Zugang zu den Haushalten der Wohnungslosenhilfe und bringt das Vertrauen mit, das Spender:innen brauchen – auf beiden Seiten. Die Betreuer:innen der armutsgefährdeten Haushalte kennen die Menschen und vermitteln den gespendeten Strom dorthin, wo er wirklich gebraucht wird. sonnnig liefert die technische Abwicklung im Hintergrund: Zuordnung, Messung, Nachweis.

Dieselbe kWh.
Dreifache 
Wirkung.

Tall vertical pill shape with a pale gray upper section and a rounded pastel yellow bottom section.
5 ct/kWh
Einspeisung an OEMAG
vs.
Vertical rounded rectangle gradient from pale yellow to slightly darker yellow on white background.
16 ct/kWh
österr. Haushaltspreis

Barrierearmer Zugang, gemeinsam mit Independo

Ein Angebot nützt nur, wenn die Menschen es auch nutzen können. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Independo GmbH die Anmeldeformulare und Informationsseiten von SolarSolidar barrierearm ausgelegt: einfache Sprache, klare, einfache Diagramme, ein Ablauf ohne Fachjargon. Ziel ist, dass jede und jeder – unabhängig von Vorwissen, Sprache oder Beeinträchtigung – den Zugang zu direktem Sonnenstrom aus Österreich versteht und nutzen kann.

Die Technik im Hintergrund: sonnnig

Damit Spenden verlässlich ankommen, läuft SolarSolidar über sonnnig – unsere technische Abwicklung. Dazu gehört ein Admin-Dashboard für die Verantwortlichen der Volkshilfe, mit dem sie Haushalte verwalten und den Überblick behalten. Die Anmeldeformulare werden automatisch bei uns eingelesen, ohne manuelle Übertragung. Und eine laufende Überwachung stellt sicher, dass die Spenden sinnvoll verteilt werden und kein Haushalt mehr Strom zugeteilt bekommt, als er tatsächlich braucht. So kommt jede gespendete kWh dort an, wo sie zählt.
Für die versorgten Haushalte ist kein Tarifwechsel und kein Umbau nötig – der Smart Meter am Zählpunkt reicht. Der gespendete Strom kommt zusätzlich, der bestehende Vertrag bleibt unberührt.

SolarSolidar in Kürze

Das Wichtigste auf einen Blick:
Das Schöne: SolarSolidar lässt sich mit anderen Energiegemeinschaften kombinieren. Gerade im Sommer hat man oft mehr Überschuss, als die eigene Gemeinschaft aufnimmt. Über den Teilnahmefaktor kann man einen Anteil – zum Beispiel 30 % – in SolarSolidar einbringen und den Rest wie gewohnt in der eigenen EG teilen.

Im Dashboard sieht man, was die Spende bewirkt.

Screenshot des sonnnig Dashboards mit den Zahlen von Juli 2026. Ersparnisse und Energie lassen sich überblicken.
Wir messen die Ersparnis der versorgten Haushalte und damit den Impact des Vorhabens – in Euro und in CO₂. Spender:innen sehen, wie viel Strom sie eingebracht haben und was daraus geworden ist. Die Volkshilfe sieht im Admin-Dashboard, wie die Spenden verteilt sind. So bleibt eine Spende, die sonst schwer greifbar wäre, jederzeit nachvollziehbar.
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Ein Profilfoto von Lukas, dem Gründer von sonnnig.
verfasst am 24.7.2026 von Lukas Hückel. Lukas ist Mitgründer von sonnnig. Er kümmert sich um Gründung, Verwaltung und Optimierung von Energiegemeinschaften in allen Formen. lukas@sonnnig.at

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Ein Alter Computer auf dessen Bildschrim "Macht Sinn" steht.