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Blog #7: Speicher schlägt Sonnenstunde. Wie Heizma mit teilma Energy Sharing in die eigene App holt – über unsere API.

Ein Himmel mit einer schemenhaften Darstellung einer Energiegemeinschaft in Stile von sonnnig.

Kurzfassung

Heizma aus Wien hat mit "Teilma" eigene Energiegemeinschaften für Haushalte in ganz Österreich geöffnet: Teilma Österreich als Bürgerenergiegemeinschaft ohne geografische Grenzen, und Teilma Regional als Erneuerbare-Energiegemeinschaft mit reduzierten Netzentgelten. Der Unterschied zu den meisten Angeboten liegt im Speicher: Energiemanagement-System (EMS) Optima entscheidet, wann Strom verbraucht, gespeichert oder in die Gemeinschaft eingebracht wird. Damit kann die Gemeinschaft auch dann Strom liefern, wenn keine Sonne scheint.
Die Energy-Sharing-Schicht darunter kommt von sonnnig. Mitglieder, Zählpunkte, Marktkommunikation mit dem Netzbetreiber, Viertelstundenwerte, Aufteilung: Heizma greift das per API ab und zeigt es in der eigenen App unter eigener Marke. Wir bauen keine zweite App. Heizma baut keine zweite Marktanbindung.
Preise
bestimmt Teilma
bis 98 %
Deckung an sonnigen Tagen, ~ 80 % im Schnitt
~4 MWh
geteilte Energie pro Woche

Das Problem der Energiegemeinschaften ist die Nacht.

„Energiegemeinschaften sind großartig – aber häufig mit einer Schwachstelle verbunden: der Nacht.“ – Michael Kowatschew, Geschäftsführer Heizma, im TGA-Bericht
Energy Sharing wird in 15-Minuten-Fenstern gerechnet. Was in einem Fenster erzeugt und nicht in derselben Viertelstunde in der Gemeinschaft verbraucht wird, ist für die Gemeinschaft weg. Deshalb sitzt in vielen EGs die Erzeugung zu Mittag und der Verbrauch um 19 Uhr – rechnerisch zwei verschiedene Welten.
Ein gesteuerter Speicher verschiebt Erzeugung in die Fenster, in denen wirklich verbraucht wird. Genau das macht Optima bei den Erzeuger:innen. Heizma schätzt, dass nur 10 bis 20 % der Energiegemeinschaften überhaupt die technische Basis für nächtliche Bereitstellung haben. Das ist keine Software-Frage. Das ist Hardware plus Steuerung plus eine EG-Schicht, die 96 Werte pro Tag und Zählpunkt verarbeitet.

Warum das ein Markt ist und kein Feature

Wer Speicher, Wärmepumpen oder PV verkauft, hat zwei Dinge, die wir nie haben werden: Hardware im Keller und eine Kundenbeziehung im Wohnzimmer. Was fehlt, ist die langweilige Hälfte – Sharing-Strukur, Zählpunkt-Zuordnung, Marktkommunikation über EDA, Teilnahmefaktoren. Das sollte man nicht noch einmal nachbauen müssen.
Heizmasonnnig
App, Marke, KundenbeziehungEnergy-Sharing-Schicht per API
Optima: Speicher- und AnlagensteuerungZählpunkte, Einwilligungen, Netzbetreiber-Prozesse
Tarif und PreisversprechenViertelstundenwerte, Aufteilung, Abrechnung

Wie die Integration läuft

  1. Ein Haushalt meldet sich bei Heizma an – in der Heizma-App, im Heizma-Design.
  2. Zählpunkt und Einwilligung gehen per API in unsere Plattform.
  3. Wir übernehmen die Marktkommunikation mit dem Netzbetreiber und die Aufnahme in die Gemeinschaft.
  4. Die Viertelstundenwerte kommen zurück, werden nach dem gewählten Aufteilungsschlüssel verteilt.
  5. Optima steuert die Speicher gegen diese Ergebnisse – mehr Energie in den Fenstern, in denen die Gemeinschaft sie braucht.
  6. Werte, Ersparnis und Abrechnung fließen zurück in die App. Ein Login, eine Marke, kein Systemwechsel für den Kunden.
Aufwand auf Heizma-Seite: eine API-Integration statt einer eigenen Energiegemeinschafts-Abteilung.
Aufwand auf unserer Seite: API-Docs statt eigenem Endkundensupport.

Was das mit dem ElWG zu tun hat

Peer-to-Peer-Handel ist rechtlich ab 1. Oktober 2026 vorgesehen. Realistisch reif in den Marktprozessen wird er später – unsere Erwartung ist Q2 2027, und sie hängt daran, wie schnell die Netzbetreiber die neuen Prozesse integriert haben.
Wichtig für Anbieter wie Heizma: Wer heute Energy Sharing in der eigenen App hat, muss dann Regeln erweitern statt ein Produkt bauen. Dieselben Zählpunkte, dieselben Viertelstundenwerte, dieselbe Abrechnungslogik – neue Aufteilungsregeln. Das ist der Grund, heute zu integrieren.

Für wen das interessant ist

  • Anlagenbauer und Speicheranbieter, die ihren Kund:innen mehr bieten wollen als eine Einspeisevergütung.
  • App- und Energiemanagement-Anbieter, die Energy Sharing als Feature wollen.
  • Energieversorger, die regionale Produkte testen wollen, ohne ihr Kernsystem anzufassen.
  • Energiegemeinschaften die eine eigene Schnittstelle für Datenanalyse oder Marketing brauchen.
Bei uns laufen heute über 1.000 Endkund:innen, 1,2 GWh geteilte und abgerechnete Energie, mehr als 100.000 Euro dokumentierte Ersparnis. Alles in 15-Minuten-Auflösung, alles über dieselbe API, die auch Partner nutzen können.
Du baust ein Energieprodukt und willst Energy Sharing drin haben? Schreib uns: Erstgespräch vereinbaren. 30 Minuten, danach weißt du, ob eine Integration bei dir Sinn macht – und was sie kostet.

Quellen

Ein Profilfoto von Lukas, dem Gründer von sonnnig.
verfasst am 19.8.2026 von Lukas Hückel. Lukas ist Mitgründer von sonnnig. Er kümmert sich um Gründung, Verwaltung und Optimierung von Energiegemeinschaften in allen Formen. lukas@sonnnig.at

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Ein Alter Computer auf dessen Bildschrim "Macht Sinn" steht.