Blog #2: H&P Stone GmbH in Blindenmarkt:
PV-Überschuss regional verwerten – ohne Aufwand im Betrieb

Ein Himmel mit einer schemenhaften Darstellung einer Energiegemeinschaft in Stile von sonnnig.

Kurzfassung

Die Firma H&P Stone GmbH hat gemeinsam mit sonnnig 2024 eine regionale Energiegemeinschaft gegründet. Seither zählt die Gemeinschaft über 120 Mitglieder und mehr als 270 Einspeise- und Verbrauchszählpunkte. Die Firma H&P Stone kann so den Grünstrom ihrer etwa 120 kWp großen PV-Anlage in der Region verkaufen und den Überschuss besser verwerten als mit herkömmlichen Einspeisetarifen.

Im Jahr 2025 hat H&P Stone rund 76.000 kWh in der Region verteilt und dadurch etwa 3.500 € Mehreinnahmen mit der PV-Anlage erwirtschaftet. Gleichzeitig haben Haushalte der Region rund 190.000 kWh geteilt und so insgesamt etwa 19.000 € eingespart - eine Win-Win Situation also! Zusätzlich stärkt das Projekt den Außenauftritt der Firma in der Region, reduziert die Abhängigkeit vom Energiemarkt und erhöht den Zuspruch zur Energiewende – inklusive spürbar wachsendem Interesse an weiteren Maßnahmen.
3.500 €/Jahr
Mehreinnahmen für H&P Stone (2025)
Regional
Für Betrieb und Umgebung
19.000 €/Jahr
Ersparnis in der Region (2025)
190.000 kWh
insgesamt in 2025 geteilt.

Die Ausgangslage

Der Steinmetzbetrieb H&P Stone GmbH aus Blindenmarkt in Niederösterreich hat eine rund 120 kWp PV-Anlage am Dach. Das Problem: Überschuss entsteht regelmäßig – aber das klassische Einspeisemodell brachte nur wenig. Ende 2024 kam man durch Gespräche mit dem örtlichen Installateur auf die Idee, eine Energiegemeinschaft für die Region zu gründen. So könnte der selbsterzeugte Strom „hier bleiben“, Netzkosten sparen und den Betrieb der eigenen Anlage wirtschaftlicher machen. Damit kam der die Firma zu sonnnig – und innerhalb von 4 Wochen war die Energiegemeinschaft live. Anfangs mit den eigenen Zählpunkten, wurde die Gemeinschaft nach und nach an die Haushalte der Region ausgerollt.

"Zu viel Aufwand" - ein Irrglaube

Eine Energiegemeinschaft bedeutet automatisch Umbau, Tarifwechsel oder Zusatzbürokratie - falsch! Auch in Blindenmarkt konnte man das Gegenteil beweisen:
  • Die digitalen Smartmeter waren bereits vorhanden (so wie in 99% der Zählpunkte in Österreich). Kein zusätzlicher Hardware-Einbau ist nötig.
  • Es braucht KEINEN Stromtarifwechsel, der bestehende Lieferant oder Abnehmer bleibt - für Verbrauch und Einspeiser.
  • Abwicklung, Abrechnung und Mitglieder-Prozesse laufen über die sonnnig Plattform.
  • Buchhaltungsdokumente werden direkt aus der Plattform exportiert (kein Excel-Pingpong, kein Nachbauen in der Buchhaltung)
Für H&P Stone war das entscheidend: Die Lösung sollte wirtschaftlich sein und Wirkung haben, ohne interne Ressourcen zu binden.


In 4 Wochen live,
dann Schritt für Schritt skalieren

Ein weiteres Vorurteil: „Das dauert Monate.“ In Blindenmarkt ging es deutlich schneller. Innerhalb von vier Wochen nach dem Kickoff war die EEG live und die ersten Zählpunkte teilten bereits Strom. Die meiste Zeit davon brauchte die Anmeldung beim Vereinsregister. Da sonnnig diese Angelegenheiten im Hintergrund erledigt, bekam man davon nichts mit. "Zählpunkte online!" - ab diesem Moment war es kein Konzept mehr, sondern ein laufendes System – mit echtem Nutzen und klarer Story, die man in der Region weitertragen konnte. Mundpropaganda hat die Kunde schnell verbreitet. Mit der sonnnig Plattform ließen sich weitere Zählpunkte mühelos aufnehmen. Mit Infoevents und persönlicher Unterstützung bei bestimmten Teilnehmergruppen konnte die Information weiter verbreitet werden und zum Wachstum der EG beitragen.
 

Ein Profilfoto von Julia Ehebruster.

Lokale Ansprechpartnerin:
schnelleres Wachstum, weniger Reibung

Ein Wachstumsfaktor ist Julia Ehebruster. Sie ist Mitarbeiterin der H&P Stone GmbH und fungiert als lokale Ansprechpartnerin der Energiegemeinschaft. Das senkt Hemmschwellen, weil Menschen lieber mit einer greifbaren Person aus der Region sprechen.

Julia: „Früher hat man dem Nachbarn einfach geholfen – einfach, weil mans konnte. Genau dieses Gefühl bringt sonnnig zurück. Heute sind wir 120+ Haushalte, die gemeinsam fast 35% ihres Stroms selbst erzeugen. Wir teilen, was da ist, und alle gewinnen dabei. Sonnnig verbindet. Und das fühlt sich richtig gut an.“

Ergebnis 2025:
Messbarer Nutzen für Betrieb und Region

Für H&P Stone hat sich das Modell in konkreten Zahlen gezeigt:  
Für Haushalte in der Region macht es auch Sinn:
Das macht die Energiewende sichtbar, lokal und nachvollziehbar. Das stärkt die Akzeptanz in der Region, hebt den Außenauftritt des Betriebs und macht unabhängiger von kurzfristigen Marktbewegungen.


Nächste Phase:
Optimieren statt nur wachsen.

Nach dem erfolgreichen Aufbau geht es jetzt um bessere Auslastung und noch passendere Teilnehmer:   
  • sonnnig sendet Benachrichtigungen an freiwillige Mitglieder, um gezielter Verbrauch zu Zeiten, in denen Energie verfügbar ist zu schieben.
  • Nachbarorte und weitere Bereiche in der Region werden angesprochen.
  • Gewerbeparks und Betriebe, die PV-Spitzen sinnvoll nutzen können werden fokussiert.
Die Richtung ist klar: nicht nur mehr Teilnehmer, sondern die richtigen Teilnehmer zur richtigen Zeit – damit regionaler Strom möglichst vollständig regional genutzt wird.
Ein Foto einer Hand, die gerade ein Smartphone mit sonnnig Email hält. Darin werden Erpsarnisse der Energiegemeischaft gezeigt.
Ein Profilfoto von Lukas, dem Gründer von sonnnig.
verfasst am 1.3.2026 von Lukas Hückel.

Lukas ist Mitgründer von sonnnig. Er kümmert sich um Gründung, Verwaltung und Optimierung von Energiegemeinschaften in allen Formen.
lukas@sonnnig.at

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