Kurzfassung
Die Bürgerenergiegemeinschaft sonnnig energy verbindet große Erzeugung und großen Verbrauch – österreichweit, über Standorte hinweg. Und ihr innergemeinschaftlich geteilter Strom trägt das Österreichische Umweltzeichen UZ46, das strengste Gütesiegel für Grünstrom in Österreich. Was dahintersteckt, welche Regeln gelten und warum sich das für Betriebe rechnet, die es mit grünem Strom ernst meinen.
100 %
erneuerbarer Strom aus Österreich
UZ 46
zertifiziert nach der Richtlinie „Grüner Strom“ des österr. Umweltzeichens
9,5 ct/kWh
netto für jede kWh, die aus der BEG bezogen wird
7,5 ct/kWh
netto bekommen Erzeuger für jede geteilte kWh
Grün ist nicht gleich grün
Strom aus der Steckdose ist physikalisch immer derselbe. Was zählt, ist der Nachweis dahinter. Viele „Grünstrom“-Produkte kaufen Herkunftsnachweise getrennt vom Strom zu – am Papier grün, im Portfolio beliebig. Das Österreichische Umweltzeichen UZ46 „Grüner Strom“ schließt genau das aus: Strom und Herkunftsnachweis müssen gemeinsam gehandelt werden, fossile und nukleare Quellen sind komplett tabu. Seit der aktuellen Richtlinie kann auch innergemeinschaftlich geteilter Strom von Energiegemeinschaften zertifiziert werden. sonnnig energy hat das gemacht – als eine der ersten BEGs Österreichs.
Die Spielregeln: Das verlangt UZ46
Zertifiziert ist erst, was ein unabhängiges Gutachten jedes Jahr bestätigt. Kein Selbst-Label, kein Kleingedrucktes.
Die Richtlinie UZ46 wird vom Verein für Konsumenteninformation im Auftrag des Klimaschutzministeriums vergeben und stellt klare Anforderungen: 100 % erneuerbare Energieträger, ein Mindestanteil Photovoltaik, Wasserkraft nur begrenzt. Mindestens 10 % des Stroms müssen aus Anlagen kommen, die jünger als 15 Jahre sind oder kürzlich modernisiert wurden – das Siegel belohnt also echten Zubau statt alter Bestandsanlagen. Herkunftsnachweise dürfen nie getrennt vom Strom verkauft werden, und die Einhaltung prüft jährlich eine unabhängige Prüfstelle. Für die BEG sonnnig energy heißt das: Jede geteilte kWh ist nachweislich 100 % erneuerbar, aus Österreich, und erfüllt die Kriterien der KenV 2022.
Warum sich das für Betriebe rechnet
Für Betriebe ist zertifizierter Strom mehr als ein gutes Gefühl. Er ist belastbar: für den Nachhaltigkeitsbericht, für Kundenanfragen, für Ausschreibungen – die öffentliche Beschaffung verlangt vielfach explizit UZ46-Strom. Wer seine Emissionen im Strombezug senken und das auch belegen will, braucht Herkunft, die geprüft ist. Dazu kommt der wirtschaftliche Teil: 9,5 ct/kWh netto für bezogenen BEG-Strom, als Fixpreis pro Kalenderjahr. Erzeuger bekommen 7,5 ct/kWh für jede geteilte kWh – meist deutlich mehr, als der Überschuss am Spotmarkt bringt. Ab 10.000 kWh Jahreserzeugung oder -verbrauch seid ihr dabei.
Schon UZ46-Strom im Haus? Dann erst recht.
Vor allem für Firmen mit Anforderungen an Nachhaltigkeit ist die BEG eine tolle Ergänzung wie Stromkosten gesenkt werden können. So reduzuiert zum Beispiel das Impact Hub Vienna mit 1.600m2 Bürofläche seine jährlichen Stromkosten um 30%, während mehr als die Hälfte des eigenen Stroms aus der BEG stammen. Der Rest, kommt wie bisher vom Stromversorger.
Denn es ist kein Tarifwechsel nötig. Die BEG liefert nur dann, wenn Strom in der Gemeinschaft verfügbar ist – den Rest liefert wie bisher euer Energieversorger. Der bestehende Vertrag bleibt, wir helfen bei der Abstimmung mit dem EVU und liefern auf Wunsch Prognosen zu den erwarteten BEG-Mengen.




